Holger Franke

Holger
Franke

Mein Leben

Wurzeln

Mein Leben beginnt am 19.11.1963 in Magdeburg. Meine große Schwester kam ein Jahr früher auf die Welt, mein kleiner Bruder folgt fünf Jahre später. Wir sind keine sozialistische Familie, wir weichen von der Norm ab. Mein Vater ist einer der wenigen selbstständigen Unternehmer in der DDR. Er übernimmt 1962 von meinem Großvater dessen Kunstdruckerei mit über zwanzig Angestellten. Als er 1988 desillusioniert und krank seine Firma aufgibt, hat ihm die staatliche Willkür der DDR gerade noch einen Angestellten gelassen. Meine Mutter kümmert sich in den ersten Jahren um Haushalt und Kinder. Später kehrt sie in ihren Beruf als Fotografin zurück. Wir drei Kinder wachsen in einer weltoffenen, toleranten und liebevollen Familie auf. Über Politik diskutiert man in der Familie Franke, es geht um Brandt, Strauß, Schmidt und Hans Dietrich Genscher. SED-Chef-Honecker ist am Esstisch der Familie meistens unterrepräsentiert. Wie bei viele Familien in der DDR zwingen uns die Verhältnisse in eine Art von Doppelleben. Tagsüber leben wir im real existierenden Sozialismus, und den Abend verbringen wir mit „Westfernsehen“. Mit dem Abstand von vier Jahrzehnten kann ich sagen, dass ich eine liberale Erziehung genossen habe, für die ich meinen Eltern sehr dankbar bin.

Heimat

Meine Heimat ist Magdeburg. Ich bin durch und durch ein „Machdeburjer“, auch wenn es mich in den 1980iger Jahren beruflich nach Leipzig verschlägt und ich seit 5 Jahren vor den Toren der Stadt in Heyrothsberge wohne. Magdeburg ist die Stadt, in der ich geboren wurde. Ich kenne fast jede Straße, ich kenne ihre Menschen. Hier habe ich meine Fixpunkte: kulturell, sportlich und privat. Aber auch der eigene Garten ist Heimat und manchmal auch die Definition von Glück „An einem lauen Sommerabend mit meiner Familie auf der Hollywoodschaukel sitzen, ein Glas Wein in der Hand und den Hund auf dem Schoß“. Glück kann sehr einfach sein.

Familie

Mit meiner Lebensgefährtin Alexandra und unserer Tochter Michelle lebe ich seit 2010 in Heyrothsberge. Zu unserem Haushalt gehört außerdem Hund Sissy, ohne den die Familie nicht komplett wäre. Aus einer früheren Beziehung habe ich zudem eine bereits erwachsene Tochter: Cäcilia.

Beruf

Nach dem Abschluss der 10. Klasse der Allgemeinbildenen polytechnischen Oberschule beginne ich 1980 in Magdeburg eine Ausbildung zum Facharbeiter Koch. Nach erfolgreicher Gesellenprüfung stelle ich ab 1982 mein Leben auf eigene Füße. Ich arbeite als Koch in einem internationalen Hotel in Leipzig und besuche später in der Messestadt die Hotelfachschule. Die politische Wende in der DDR bringt auch für mich berufliche Veränderungen mit sich. Ich nutze die Freiheit und wage den Schritt in die Selbstständigkeit. In den Anfangsjahren in der Finanz-und Immobilienbranche. Später gründe und betreibe ich eine Firma für die Erfassung von Energiekosten. 2007 muss ich diese Firma aufgeben. Nach einer kurzen beruflichen Auszeit bietet mir die Magdeburger AQB gGmbH die Chance für eine berufliche Neuorientierung Seit 2009 bin ich Anleiter bzw. Koordinator der „Magdeburger Tafel“. Im Stadtteil Olvenstedt kümmere ich mich mit meinen Mitarbeitern um die sozialen Belange von bedürftigen Menschen.

Meine Politik

Liberal

Freiheit, Toleranz und Verantwortung für die Gesellschaft - das sind Grundzüge, die mein Leben bestimmen. Ich warte nicht, ich will nicht abhängig sein von irgendwem oder irgendwas, und ich entscheide mich im Zweifel immer für die Freiheit. Sie ist das Maß aller Dinge. Ohne die Freiheit ist alles andere nichts. Wer wie ich in der DDR sozialisiert wurde, hat den Drang nach Freiheit eventuell mehr verinnerlicht als andere. Obwohl ich evangelisch getauft bin, habe ich mich mit 18 Jahren entschieden, die Kirche zu verlassen und mein Leben nach einer naturwissenschaftlichen Überzeugung zu leben. Ich habe ein sehr klares liberales Weltbild, obwohl ich gerne Cicero und Sokrates bemühe: „ich weiß, dass ich nichts weiß“. Für dieses Weltbild bin ich bereit zu streiten, aber ich werde nicht versuchen mein Weltbild "anderen überzuhelfen". Als Politiker mache ich immer Vorschläge, die meine Definition von liberaler Politik darstellen. Dogmen sind mir fremd.

FDP

1985 trete ich in Magdeburg der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands bei. Natürlich ist mir bewusst, dass die LDPD keine liberale Partei ist. Aber in ihr versammeln sich Handwerker, Gewerbetreibende und Menschen, die versuchen, ein wenig gegen den SED-Mainstream zu opponieren. Mit dem Ende der DDR und dem Neuanfang in der Bundesrepublik verfolge ich diese Mitgliedschaft nicht mehr weiter, bleibe aber ein interessierter politischer Beobachter. Im Jahre 2000 finde ich den Weg zurück zur FDP. Dort strebe ich anfänglich kein herausragendes Amt oder Mandat an. Ich bringe meine beruflichen Kenntnisse als selbstständiger Unternehmer ein. Die Partei wählt mich 2002 als Kandidat zur Landtagswahl. Diese Wahl steht unter dem Eindruck der „bleiernden Zeit“ eines MP Höppner und der Wechselstimmung im Land. Die FDP und auch ich selbst können bei dieser Wahl einen beeindruckenden Erfolg erringen. Vom Erfolg beseelt kandidiere ich im Jahr 2002 auch noch für den Deutschen Bundestag bei der Wahl im September. In den Vorstand des FDP-Kreisverbandes Magdeburg als Stellvertreter lasse ich mich 2003 wählen, und kann als Kandidat zur Stadtratswahl 2004 erstmals in ein Kommunalparlament einziehen. Meine Schwerpunkte liegen in der Finanz-und Bildungspolitik. Ich werde zum Vorsitzenden der Fraktion gewählt und bekleide diese Funktion bis zu meinem Rücktritt 2007. Weiterhin kandidiere ich 2005 erneut für den Deutschen Bundestag und begleite engagiert und organisatorisch die Landtags-und Bundestagswahlkämpfe der vergangenen Jahre.

Haltung

Ich bin ein Homo Politicus, ein politisch interessierter und aktiver Staatsbürger. Und ich bin ein mündiger Staatsbürger. Als solcher habe ich etwas zu sagen, Ich beziehe Position zu allen wichtigen Aspekten unserer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft.Über allem steht für mich die Freiheit, die persönliche, die wirtschaftliche und die Meinungs-und Pressefreiheit. Kein Politiker hat das Recht, diese Freiheiten zu beschneiden. Das ist die Basis einer intakten Gesellschaft. Obrigkeitsstaatliches Gebaren und Bevormundung sind mir zuwider, Engstirnigkeit stört mich.Unabhängigkeit, Verantwortung und Toleranz sind Werte, für die ich und die FDP streiten.Vorurteile und Ressentiments lehne ich ab. Vielfalt und selbstbestimmte Lebensentwürfe sind das Beste, was einer Gemeinschaft passieren kann. Und Menschen, die frei nach dem Statement des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, nicht den Staat fragen, was er für sie tun kann, sondern sich fragen, was sie für den Staat und für andere tun können. Alle Politiker mit einem sozialistischen Weltbild definieren sich in der Regel über das Ausgeben von Geld.Vorzugsweise verteilen sie ihre Wohltaten mit dem „Geld anderer Leute.“ Hier setze ich an. Ich will einen starken und effizienten Staat, aber keinen verschwenderischen. Es muss immer der Grundsatz gelten: „Erwirtschaften vor Verteilen“! Der Schuldensozialismus vergangener Jahrzehnte hat die Finanzkrise der Gegenwart entscheidend beeinflusst und muss ein Ende haben. Jetzt hoffe ich, liebe Leser, haben Sie mich Holger Franke den Landtagskandidaten etwas näher kennengelernt. Ich sage was ich denke und ich tue was ich sage. Ich fürchte niemanden, ich diene keinem, ich bin frei.

Wirtschaft

Die Wirtschaftspolitik in Sachsen-Anhalt muss sich grundlegend ändern. Wo heute die Vorstellung dominiert, es gehe vor allem um die Bereitstellung von Geldern der Europäischen Union für die Neuansiedlung von Unternehmen, muss die Überzeugung reifen, dass ein unternehmerfreundliches Klima vor allem in der Verwaltung mindestens ebenso wichtig ist. Ob Finanz- oder Bau- und Umweltverwaltung, es ist nicht Aufgabe der öffentlichen Hand, es den Unternehmen möglichst schwer zu machen. Die Unternehmen in unserem Land sind in der Regel klein, selten arbeiten mehr als 30 Mitarbeiter für einen Arbeitgeber. D.h. anstatt großer Rechtsabteilungen kümmert sich der Inhaber oftmals selber um viele Behördengänge. Natürlich sind geltende Vorschriften einzuhalten, aber indem Verwaltungen gemeinsam mit den Unternehmen Lösungen suchen und Maßnahmen, etwa im Straßenbau abstimmen, können sie unseren Unternehmen helfen. Zudem muss sich der Einsatz von Fördermitteln stärker auf das Wachstum ansässiger Firmen und die Schaffung nachhaltiger und höherwertiger Arbeitsplätze konzentrieren. Wir wollen, dass die Menschen von ihrer Arbeit gut leben können. In Magdeburg haben zahlreiche Firmen des Maschinen- und Anlagenbaus dieses Wachstumspotential, aber auch Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Sie benötigen Rahmen für eine stärkere Vernetzung auch branchenübergreifend und maßgeschneiderte, auf gründen und wachsen abgestimmte Programme.

Bildung

Wenn Sachsen-Anhalt bei deutschlandweiten Statistiken führend ist, heißt dies zumeist nichts Gutes für uns Bürger. So haben die Schulkinder in unserem Land deutschlandweit schon jetzt mit die längsten Schulwege - setzen sich CDU und SPD nach der Landtagswahl durch und werden weitere Schulen geschlossen, werden wir in diesem Vergleich traurige Spitze sein. Wir Freien Demokraten setzen uns dafür ein, dass die Schule im Dorf bleibt. Wir halten eine differenzierte Betrachtung etwa der Klassenstärken zwischen Stadt und Land für gerechtfertigt. Wir halten klassenübergreifenden Unterricht in den dünnbesiedelten Regionen für sinnvoll. Wir wollen eine Berücksichtigung der Schulwege in der Schulentwicklungsplanung des Landes. Wir wollen eine möglichst umfassende inklusive Beschulung für alle Schüler, aber das Land muss dies auch materiell und personell absichern. Experimente mit Schülern lehnen wir ab. Dies aber ist eine inklusive Beschulung in einem Lernumfeld, in dem die Unterrichtsversorgung nicht sichergestellt ist und auf die besonderen Bedarfe von Kindern mit Handicaps nur partiell Rücksicht genommen werden kann. Die Lehrer in Sachsen-Anhalt sind nicht mehr die jüngsten, trotzdem werden von ihnen Leistungen gefordert, die auch mit aller Lebenserfahrung nicht immer zu stemmen sind. Wir verlangen deshalb ein Qualitätsmanagement, das die Lehrkräfte flankiert und unterstützt. Gerade unsere Landeshauptstadt profitiert von den beiden Hochschulstandorten. Deshalb ist es wichtig, die Hochschulfinanzierung für die kommenden Jahre zu sichern und dafür Sorge zu tragen, dass die Grundfinanzierung dem Bedarf entspricht und nicht eigentlich auf Kontinuität angelegte Aufgaben über kurzfristige Projekte finanziert werden müssen. Dazu gehört auch der Bereich der akademischen Weiterbildung von Fachkräften, die unsere Unternehmen in den kommenden Jahren dringend benötigen.

Selbstbestimmung

Über 2 Millionen Menschen leben in Sachsen-Anhalt. Für uns ist jeder Einzelne ein mündiger Bürger, den wir ernst nehmen. Ein Bürger, dessen individuelle Freiheit wir respektieren und für die wir uns einsetzen. Uns ist hier egal ob und wen er heiratet, jedoch sollte es für jeden unter demselben Begriff möglich sein. Als Freie Demokraten wollen wir jeden Bürger seinen Weg gehen lassen. Wir wollen ihn nicht bevormunden, sondern unterstützen ihn in seinen Zielen. Wir ermutigen jeden, sich in die Gesellschaft einzubringen und sie aktiv mitzugestalten. Dies gilt auch in jedem Lebensabschnitt. Aus dieser Haltung heraus setzen wir uns für eine inklusive Beschulung ein – wenn die Rahmenbedingungen gegeben sind. Aus dieser Haltung heraus setzen wir uns für Barrierefreiheit im öffentlichen Raum ein, um möglichst vielen Menschen eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ohne Hindernisse zu ermöglichen. Aus dieser Haltung setzen wir uns für ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben im Alter ein. Wir sind uns bewusst, dass dies finanzielle Lasten für unsere Gesellschaft bedeutet und dass nicht jedes Ziel kurzfristig erreicht werden kann, aber wir setzen uns für eine schrittweise kontinuierliche Umsetzung ein.

Bürgerrechte

Die Politik kümmert sich zunehmend um Gesundheit und Sicherheit der Bürger. Dies ist grundsätzlich erfreulich, entwickelt gemeinsam mit den zahlreichen Angeboten der digitalen Welt aber auch die Gefahr, dass wir uns zum gläsernen Bürger für Staat, Versicherungen und private Firmen entwickeln. Und dies, ohne Dass wir wissen, welche Informationen über uns wo gespeichert und zur Profilbildung verknüpft werden. Wir Freien Demokraten verlangen deshalb von der Politik, dass sichergestellt ist, dass Bürger auch ohne Informatikstudium wissen, welche Daten über sie gesammelt werden, wo diese liegen und wie sie verarbeitet werden. Das Recht des Einzelnen, die Nutzung seiner persönlichen Daten zu kontrollieren, muss gestärkt werden. Jeder Bürger muss gegenüber den Betreibern zentraler Datenbanken einen durchsetzbaren und unentgeltlichen Anspruch auf Selbstauskunft und gegebenenfalls auf Korrektur, Sperrung oder Löschung der Daten haben. Systeme oder Methoden, welche der Staat gegen seine Bürger einsetzt bzw. einsetzen will, müssen der regelmäßigen kritischen Bewertung als auch Prüfung unterliegen. Eine verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung (unter welchem Namen sie auch immer verkauft wird) von Verbindungs- und Kommunikationsdaten widerspricht nicht nur der Unschuldsvermutung, sondern auch den Prinzipien einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft und ist deshalb abzulehnen. Die Weitergabe von personenbezogenen Daten durch den Staat an die Privatwirtschaft ist nicht hinnehmbar und hat zu unterbleiben. Nicht zu vergessen ist jedoch auch die Sensibilisierung der Bürger in Bezug auf die Gefahren beim Umgang mit persönlichen Daten. Die Möglichkeiten bei der Nutzung von Verschlüsselungstechniken sollte verstärkt genutzt werden. Hierzu sind auch die öffentlichen Verwaltungen, Kommunen und Gemeinden aufgerufen.

Spenden

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Dies aber kostet Geld, und dafür brauchen wir Ihre Spende.

Wie können Sie spenden?

Sie können Ihre Spende an den Kreisverband Magdeburg auf folgendes Konto überweisen:
Konto IBAN: DE37 8107 0024 0118 6345 01
BIC: DEUTDEDBMAG(Deutsche Bank)

Steuerliche Hinweise:
Als Privatperson können Sie Ihre Spende an die FDP bis zu 3.300 € im Jahr steuerlich geltend machen, bei gemeinsamer Veranlagung biszu 6.600 €, unabhängig davon, ob Sie zusätzlich etwa an Vereine oder für andere gemeinnützige Zwecke spenden.Die steuerliche Vergünstigung ist gestaffelt. Für die ersten 1.650 € bzw. 3.300 € werden Ihnen nach § 34g EstG exakt 50% der gespendeten Summe von der Steuerschuld abgezogen. Darüber hinaus gehende Beiträge können Sie bis zur Höhe von 1.650 € bzw. 3.300 € nach § 10b EstG in Ihrer Steuererklärung als Sonderausgabe geltend machen. Sie reduzieren die Steuerzahlung folglich in Höhe des individuellen Steuersatzes.